Unser Bowlingverein
Bowling macht Spaß
An dieser Stelle möchten wir dem am Bowling interessierten Laien ein paar Hinweise geben. Profis und andere geübte Bowlingspieler mögen die starke Vereinfachungen verzeihen. Weiterführende "Anleitungen" bzw. Informationen (Bälle, Fingertip, Gasse, Leisten, ...) sollte man sich von Fachleuten direkt auf der Bahn oder im Pro-Shop holen.
Warum überhaupt Bowlingschuhe?
Bowling ist ein ästhetischer Sport und am Ende eines harmonischen Bewegungsablaufes wird der Ball mit einem sog. Gleitschritt in Richtung Pins abgegeben. Für diesen Gleitschritt sind z.B. Gummisohlen (wie beim Kegeln) nicht geeignet; der Schuh benötigt eine auf dem Parkettboden gleitende Ledersohle - deshalb die Leihschuhe.
Welchen Bowlingball nehme ich?
Man verzeihe die lässige Ausdrucksweise: Man nimmt den Bowlingball, der PASST! Egal, ob Rechts- oder Linkshänder - der Ball wird mit dem Daumen, dem Mittel- und dem Ringfinger gegriffen. Dabei liegt der Ball komplett in der Handfläche der Wurfhand. Das Gewicht des Balls sollte so gewählt werden, dass Mann/fFrau den Ball ohne große Kraftanstrengung pendeln kann; schließlich muss dieser Vorgang bei 3 Spielen ca. 50-60 mal wiederholt werden.
Der Anlauf
Der Standard-Anlauf besteht aus vier Schritten; begonnen wird hierbei mit dem Fuß der Seite, auf der der Ball gehalten wird. Wer es anders versucht, könnte Probleme mit der Balance bekommen. WICHTIG: Bowling ist KEIN Kraftsport, es ist nicht wichtig, die Bestzeit im 5-Meter-Anlauf oder die größte Weite im Bowlingball-Weitwurf zu erzielen - Präzision ist gefragt. Ein Bewegungsablauf ist immer schwer mit wenigen Worten zu beschreiben, aber hier der Versuch am Beispiel eines Rechtshänders, es doch zu schaffen (sollte ich mal eine kleine bewegte Sequenz bekommen, stelle ich diese hier gerne ein).Grundstellung
Man steht auf der Anlauffläche - die Finger der rechten Hand stecken in dem Ball - der Wurfarm ist im Rechten Winkel am Körper angelegt - die linke Hand liegt unter dem Ball, um den Wurfarm zu entlasten - Konzentration ist angesagt.
1. Schritt
Langsam den rechten Fuß nach vorne bewegen - der rechte Arm mit dem Ball wird nach vorne durchgestreckt (ca. 45 Grad).
2. und 3. Schritt
Jetzt setzt die Pendelbewegung ein - am Ende des 3. Schrittes sollte die Kugel am hinteren Ende des "Pendels" angekommen sein und den Weg nach vorne begonnen haben - der Oberkörper ist leicht nach vorne gebeugt.
4. Schritt - Gleitschritt
"Nun kommt der Moment, der den Mensch vom Affen trennt" ;-)
Mit dem rechten Fuß gehen wir in die Knie - der Pendelarm kommt nach vorne - der Oberkörper richtet sich auf - der linke Fuß gleitet nach vorn. Uffff - geschafft, ohne hinzufallen? Vergessen, den Ball loszulassen?
Ballabgabe
Wenn die Koordination aller Gliedmaßen funktioniert hat, befindet sich der Ball am Ende des 4. Schrittes in Laufrichtung vorne und wartet darauf, auf die Pins im wahrsten Sinne des Wortes losgelassen zu werden. Der Daumen löst sich zuerst aus dem Loch im Ball, die beiden Finger folgen seinem Beispiel, wobei der Daumen als "Zielvorrichtung" dient: Er zeigt nach vorne in Richtung Pins, während die Pendelbewegung - nun ohne Ball - nach oben weiter durchgeführt wird; dieses "Nachschwingen" soll verhindern, dass der Arm nach rechts oder links aus der Wurfrichtung geht und so dem Ball eine falsche Richtung mitgibt.
Soweit zur schwierigen Theorie, wobei es sich hier - wie gesagt - nur um eine Einführung für Anfänger handelt und handeln kann. Es ist bereits an dieser Stelle zu erahnen, dass man aus dem Bewegungsablauf eine Wissenschaft machen kann - und auch gemacht hat!
Wie wird das Ergebnis ermittelt?
Ein paar Fachbegriffe lassen sich jetzt nicht vermeiden - sorry!Ein Spiel besteht aus 10 Frames.
Ein Frame besteht aus maximal 2 Versuchen, um alle 10 Pins abzuräumen.
Gelingt dieses Vorhaben in 2 Versuchen (Würfen), nennt man das Ergebnis Spare; zur "Belohnung" wird die Pinzahl des nächsten Wurfes dem Ergebnis dieses Frames hinzugerechnet.
Werden bereits im 1. Versuch alle Pins abgeräumt, nennt man dies einen Strike. Hier ist die "Belohnung" natürlich größer - es werden die Pins der nächsten beiden Würfe dem Ergebnis dieses Frames hinzugerechnet.
Aus diesem Umstand ergibt es sich auch, dass im letzten, dem 10. Frame bei einem Spare bzw. Strike 1 bzw. 2 Extra-Würfe absolviert werden dürfen.
Die maximal in einem Spiel erreichbare Pinzahl ist 300 - das perfekte Spiel. In der nachfolgenden Grafik ist einmal ein Musterspiel gerechnet worden - der Kreis um die Pinzahl eines ersten Wurfes in einem Frame kennzeichnet übrigens ein sog. Loch - eine Pinstellung, in der es möglich ist, den Ball durch die Pins hindurch zu werfen, ohne alle Pins zu treffen. Ein Spare wird mit einem Schrägstrich "/" und ein Strike mit einem Kreuz "X" gekennzeichnet.
Ein Spiel
Übrigens: Keine Angst vor der - auf den ersten Blick komplizierten - Zählweise. Auf den meisten Bahnen sind heute Computer installiert, die das Rechnen abnehmen.
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, die ersten Spares und Strikes erlebt hat und dies regelmäßig machen möchte, kommt an einer eigenen Ausrüstung nicht vorbei. Und nun beginnt die Wissenschaft: Welcher Ball, welches Material, welche Bohrung, und und und. Wichtig ist bei allem nur, dass der Spaß an der Sache nicht verloren geht.
Am besten einfach mal ein Probetraining bei uns mitmachen!
Quelle: Helmuth Arndt BBV



